Once upon a time in Iron City,...

Hier findet der interessierte Besucher mein Online-Tagebuch über meine Zeit in der Stadt, wo sich der Allegheny und Monongahela River zum Ohio River verbinden...

...in Pittsburgh (Pennsylvania).

Sonntag, 21. Juni 2009

Philadelphia – Rainy City of Independence and Brotherly Love

Der Post-Titel lässt es schon leicht anklingen, dass wir nicht bei bestem Wetter nach Philly gekommen sind. Vielleicht fiel auch deswegen die Begrüßung an der Independence Hall sehr kurz und hastig zwischen zwei Regenschauern aus ;-).


Um dem nicht nachlassenden Regen auch die Chance zu geben, andere Leute zu durchweichen, haben wir den Independence Square und das darum liegende Viertel erstmal anderen Regenschirmen überlassen und statteten der „Liberty Bell“, der Freiheitsglocke, einen Besuch ab.
Es handelte sich hierbei aber leider nicht mehr um das Original, sondern um ein Ausstellungsreplikat. Diese Glocke wurde nach dem erstmaligen Verlesen der Unabhängigkeitserklärung am Independence Square im Juli 1776 geläutet.
Von da an ertönte zu jedem wichtigem Ereignis das Glockenspiel bis 1846 ein sich andeutender Riss so vergrößert hatte (wen hat das bitte verwundert?), dass die Glocke funktionsunfähig wurde.
Doch nach wie vor ist dieses Stück Metall das Symbol für die Freiheit der USA und findet Ausdruck in unzähligen Darstellungen.
Liebhaber des Films National Treasure (zu deutsch „Das Vermächtnis der Tempelritter“) werden die Glocke vielleicht auch wieder erkennen, da dieses Symbol hier natürlich nicht fehlen durfte. Wer auf dem Bild ganz genau hinschaut erkennt auch die Namen der Erbauer Pass and Stow.

Nachdem wir der Liberty Bell genug unserer Zeit gewidmet hatten, haben wir noch die Tour durch die Independence Hall mitgemacht und sind danach Richtung South Street abgebogen.



Dieses Viertel sollte man auf keinen Fall verpassen. Das überall gelobte und gefeierte Philly Cheesesteak Sandwich genießt hier seinen unanfechtbaren Status und ich muss sagen, das Probieren hat sich gelohnt! Um die „Besonderheit“ kurz in Worte zu fassen: Bei diesem Sandwich wird Steakfleisch verwendet (nach den verschiedenen Bezeichnungen und Fleisch-Klassen dürft ihr mich aber nicht fragen!).
Das allein reicht aber nicht aus, um es preislich in die Höhe zu treiben. Der Hauptfaktor sind die in Scharen zu Bars und Imbissen gekarrten Touristen, die stolz darauf sind, im selben Gebäude ein Sandwich zu futtern wie Bruce Willis oder Dean Martin nebst zig anderen Sport-Stars.

Den Abend haben wir in der Gegend um den Rittenhouse Square begonnen, wo wir zufällig in die bis dato beste kubanische Bar gestolpert sind. Nicht nur die Drinks (natürlich Mojito) waren super, die Einrichtung, die Sitzmöbel, die Atmosphäre, einfach alles war absolute Spitze und man konnte vom Palmenrauschen am Inselstrand träumen.

Der zweite Tag entschädigte uns dann etwas für den regnerischen Vortag. Es klarte auf und auch die Sonne zeigte sich von Zeit zu Zeit.


Der beeindruckendsde Teil an diesem Tag war das Philadelphia Museum of Art, besonders weil es ein reiner Überraschungsbesuch und absolut nicht geplant war.
Mit meiner kläglichen Kamera brauchte ich gar nicht erst versuchen Bilder im Inneren zu machen, daher nur die Aussenansicht mit Rocky Balboa's Stufen.


Innerhalb dieser Mauern befinden sich neben Jahrhunderten von Kunstwerken auf Leinwänden und aus Stein einzigartige Möglichkeiten in eine andere Kultur abzutauchen. Bei unserem Besuch konnten wir in ein originalgetreu nachgebautes, römisches Kloster über den Kreuzgang wandeln, spirituelle Erfüllung in einem Buddha-Tempel suchen und das Lager einer Terrakotta-Armee inspizieren. Das sind nur wenige Beispiele der riesigen Bandbreite an unterschiedlichen Kulturen und Jahrhunderten, die hier beherbergt werden.

Bei unserer abendlichen Hinfahrt nach Philadelphia haben wir im Vorbeifahren die wie ein Weihnachtsdorf beleuchtete Boathouse Row gesehen, der wir abschließend einen Besuch abstatteten. Die am Schuylkill River gelegene Gegend verstärkte meinen ohnehin positiven Eindruck von der Stadt, weil hier die grüne Natur vorherrscht, so dass man das Gefühl hat, die Stadt bereits verlassen zu haben.

Philadelphia war den Besuch auf jeden Fall wert, trotz Regen. Auch wenn laut meiner amerikanischen Buddies die Stadt die wüstesten, aggressivsten Fans in jeder Sportart hat und das Image „brotherly love“ bei den Heim-Spielen längst begraben und vergessen scheint, fühlte ich mich unglaublich wohl in der Geburtsstadt der amerikanischen Freiheit…
...und was den Sport angeht, nicht jede Stadt in Pennsylvania kann Pittsburgh sein ;).

1 Kommentar:

Hellboy hat gesagt…

Hallo du schwer schuftendes Lastentier!

Da hast du dir aber die volle Breitseite Geschichte und Kultur geholt.*thumps up*
Auf dem letzten Foto hab ich mir ganz schön schwer getan dich wieder zu erkennen. Die Statue und du ihr seht euch aber auch so was von ähnlich...:-D
Und du bist dir auch ganz sicher, dass die Glocke den Sprung schon hatte bevor du dran rumgefingert hast??*duckundweg*

Mach weiter so und viel Spass noch beim Sightseeing!
Nothing for ungood!;-)
Dein manual sitemanager :-D