Was für ein Urteil kann man nach nur zwei Tagen über den Melting Pot fällen? Wohl kaum ein wirklich umfassendes, da in diesem Fall die Reiseführer-Aussage „Ein Leben reicht nicht aus, um NYC vollständig erlebt zu haben“ am ehesten der Wahrheit nahe kommt.
Den ersten Abend nach unserer Ankunft haben wir klassisch mit Empire State Building und Times Square begonnen. Natürlich wollte ich mir ein eigenes Urteil über die oft gehörte Empfehlung bilden, statt dem Empire State Building lieber das Rockefeller Center für den ultimativen Blick über die Stadt auszuwählen. Wir waren auf beiden, daher das Fazit an späterer Stelle. Da man völlig im Ungewissen liegt, wie lange man bis zur Ankunft an der Aussichtsplattform warten muss, war die Nacht bereits hereingebrochen.
Die sich uns bietenden Eindrücke versuche ich mit nachfolgenden Bildern wiederzugeben, wohl wissend dass meine Digital-Kamera für dieses Angebot an Licht und Dunkelheit leider nicht taugt.
Das nachfolgende Bild zeigt von oben die immer-währende Lichteroase der Stadt, den Times Square.
Abseits der Hauptstraßen verliert sich die Masse aber schnell und man begegnet eher Einwohnern als Touris beim Joggen am East River. Wir folgten dem Fluss bis zur Brooklyn Bridge und dem dahinter beginnenden Hafenbereich.
Etwas weiter draußen kann man bereits Ellis Island erkennen, der Heimat von 225 Tonnen Kupfer und Eisen aus Frankreich, sowie zig Tonnen Zement aus Deutschland.
In etwas kürzerer Abfolge nun der Besuch von New Yorks „ewiger“ Baustelle, dem ehemaligen Ground Zero, dessen aktuell korrekter Terminus One World Trade Center ist. Nach wie vor gibt es kein finales Fertigstellungsdatum, das letzte war September 2011, was ich, obwohl Gläubiger der unbegrenzten, amerikanischen Möglichkeiten doch für sehr unwahrscheinlich halte, zumindest für das aus fünf Türmen bestehende Gesamtprojekt.
Da wir zufällig über die gezeigten Locations stolperten, waren wir umso überraschter, was sich im Schatten der dominanten Hochhauslandschaft verbirgt. Insbesondere Kirchen mussten wohl dem Platzmangel ihre Höfe opfern, so dass man schon davor stehen muss, um das Gebäude als solches zu erkennen.
Abschließend noch die Auflösung des Pro/Kontras zwischen Empire State Building und Rockefeller Center. Das Rockefeller Center bietet neben der Aussicht auf Manhattan und die allgegenwärtigen Hochhäuser zusätzlich die Draufsicht auf die grüne Lunge der Stadt, den Central Park.
Zieht man dann noch in Betracht, dass es preislich günstiger ist, man auf den Aussichtsplattformen keine Gitter bzw. mechanische Sperren hat, sondern Glas sowie die Wartezeit erheblich kürzer war (ich meine nicht vom Besucherandrang her, sondern von der logistischen Lösung des Andrangs), muss ich in den Chor der Rockefeller Befürworter mit einstimmen.
King Kong Fans dürfen natürlich das seit 2001 wieder höchste Gebäude der Stadt nicht auslassen, doch allen anderen, würde ich zumindest als erstes das Rockefeller Center empfehlen.
Soviel aus der unangefochten größten und weltweit bekanntesten Stadt der USA. Ich melde mich wieder aus dem Machtzentrum, der US Capital Washington DC.