Once upon a time in Iron City,...

Hier findet der interessierte Besucher mein Online-Tagebuch über meine Zeit in der Stadt, wo sich der Allegheny und Monongahela River zum Ohio River verbinden...

...in Pittsburgh (Pennsylvania).

Montag, 3. August 2009

Yellowstone Nationalpark – Zwischen Wölfen, Büffeln und Atlanta Hartsfield-Jackson-Airport

Der Yellowstone Nationalpark liegt im Nordwesten der Vereinigten Staaten, größtenteils im Bundesstaat Wyoming. Sofern man wie ich an der Ostküste wohnt, gibt es keine sinnvolle Alternative zum Fliegen, da die Entfernung von Pittsburgh so nebenbei ca. 1,900 Meilen (3.040 Kilometer) beträgt. Die Möglichkeit für diesen Trip hat sich mir einmal mehr dank Katja ergeben, die den Löwenanteil der Planung übernommen hat.
Überglücklich mich ihrer Gruppe anschließen zu dürfen habe ich meinen Flug nach Cody, WY gebucht. Da es sich hierbei um einen Provinzflughafen mit zwei Flügen pro Tag handelt, hatte ich zwei Verbindungsstationen: Atlanta in Georgia und Salt Lake City in Utah. Es war meine erste Reise, die Atlanta einschloss...und sofern es sich einrichten lässt auch die letzte.
Um meine Misere abzukürzen, ich kam statt wie geplant um 22:30 Uhr am Donnerstagabend erst am Freitagnachmittag um 14:30 Uhr in Billings, MT an. Also weder geplante Zeit noch geplanter Ort.
In Billings habe ich mir einen Mietwagen genommen, um mich mit Katja und Udo in Gardiner (der zweiten Station auf der Rundreise durch Yellowstone) zu treffen, besonders weil ich wenig Lust hatte noch einen Tag sinnlos auf einem Flughafen zu verbringen.

Meine Autofahrt nach Gardiner brachte wenigstens die lang ersehnte positive Wende: Einen Ford Mustang GT (einziges, verfügbares Auto am ganzen Flughafen) sowie die endlose Weite Montanas :).


Inmitten dieser Landschaft tauchten im Nationalpark plötzlich geschmolzene Felsformationen und nach Schwefel riechende Tümpel auf:


Die heißen Quellen und Geysire sind schön anzusehende Zeugnisse der lokalen seismischen Aktivitäten. Der auf Gebirgshöhe liegende Park beherbergt nach Meinung mancher Geologen das Potential, den gesamten Nordamerikanischen Kontinent mit einem einzigen Ausbruch hinwegzufegen.

Bei Bildern wie den nachfolgenden drängt sich zuweilen der Vergleich mit J.R.R. Tolkien’s Land Mordor auf, mit dessen heißer, stinkender Luft, verödeter Umgebung ohne Trinkwasser und Grün.


Daneben boten sich aber auch wunderschöne Farbspiele, die den Farbtöpfen des Regenbogens entsprungen zu sein schienen:


Damit genug über "totes", aktives Gestein und ein Schwenk zur zweiten, starken Komponente des Parks, die aus seinem reichhaltigen Tierleben besteht, das man mit etwas Glück aus nächster Nähe beobachten kann.
Mein Erfolg war zwar nach Aussage meiner Begleiter nicht mit ihrer Ausbeute vom Vortag (den ich dank Atlanta verpasst habe) vergleichbar, aber es war doch ein Erlebnis, wie wenig die Tiere von den sie umgebenden, gaffenden Menschen Notiz nahmen.



Mit den folgenden, letzten Eindrücken verabschiede ich mich mit euch von Yellowstone, mit dem definitiven Wissen, dass ich hierhin zurückkehren werde. Dann aber ohne Flug über Atlanta, da neben meiner Hinreise natürlich auch meine Rückreise nicht reibungslos verlief. Ich hing wieder auf diesem verdammten Flughafen fest.
Beim Schreiben dieses Posts hatte ich teilweise Probleme die negativen An- und Rückreise-Erfahrungen von den unvergleichlichen Erlebnissen im Park zu trennen.

Daher hoffe ich, dass meine letzten Bilder die ungerecht vielleicht fehlende Begeisterung ausgleichen.

2 Kommentare:

Hellboy hat gesagt…

Ein Wort: Super!!

schlafmütze hat gesagt…

Ich will da auch hin!

...und zwar mit DIR!