Once upon a time in Iron City,...

Hier findet der interessierte Besucher mein Online-Tagebuch über meine Zeit in der Stadt, wo sich der Allegheny und Monongahela River zum Ohio River verbinden...

...in Pittsburgh (Pennsylvania).

Sonntag, 16. August 2009

Great Smoky Mountains – Verschleierte Schönheit umzingelt von Kommerz

Einmal mehr Wald und Berge, rauschendes Wasser und wilde Tiere ohne abschirmende Zäune. So könnte man unwissend diesen wunderschönen Nationalpark klassifizieren und unter Umständen aus der Besuchsliste streichen.
Die Folgen wären das Verzichten auf einmalige, faszinierende Eindrücke, die dem charakeristischen Charme dieser Landschaft innewohnen.



Die ausgeschilderten Hiking-Trails führen je nach Lage quer durch die Wälder oder hinauf in die Berge. Wir folgten dem Alum Cave Trail durch zuerst schwülwarme Niederungen und mit steigender Höhe in Richtung des LeConte Gipfels in immer freier werdende Luft und Herausforderungen.
Die sehr natürlich belassenen Wege sind teilweise völlig von Wasser überflutet und man kämpft sich anhand der vorhandenen Sicherungsleinen weiter nach oben. Die Anstrengungen des 10 Meilen langen Weges haben sich auf jeden Fall gelohnt, getreu dem Motto „Der Weg ist das Ziel“.


Neben der natürlichen Umgebung hatten wir dieses Mal sehr viel Glück was Bären angeht. Die heimischen Schwarzbären kreuzten so oft unseren Weg, dass es fast schon nichts mehr Besonderes war, wenn wieder mal einer im Baum hing ;).
Aber ernsthaft, es war ähnlich wie im Yellowstone Nationalpark, dass man ungemein nah an die Tiere herankam, die in vermeintlicher Seelenruhe ihrem Leben nachgingen, mehr oder weniger unbeeindruckt von der sie begaffenden Menschenmenge.
Highlight war hier neben den Einzelgängern eine Bären-Mutter mit vier Jungen, die auf einem Baum zwecks Futtersuche herumtollten.



Die Smokies werden mir so in Erinnerung bleiben, zusammen mit den überraschenden, kurzen Gewittern, so manchem Moskitoschwarm und dem den Park umzingelnden Kommerz. Meilen vor dem Parkeingang werden meinem Eindruck nach 90% der Besucher von Achterbahnen, unzähligen Fastfood-Restaurants und Starbucks, Souvenirläden und dergleichen mehr abgefangen. Auch das spontane Heiratsgewerbe trägt hier sehr zum Umsatz der Touristenbranche bei.
Ich kann dazu nur sagen, dass ich froh bin, mich mit folgendem Bild verabschieden zu können und nicht, wie ich gerade versuche, mich mit French Fries in der Hand am Rollercoaster festzuhalten.

1 Kommentar:

Hellboy hat gesagt…

Die Wege wenn eine deutsche Berufsgenossenschaft sehen würde... ne ne ne! Das gäbe es in unserem Land der begrenzten Unmöglichkeiten nicht!!