Once upon a time in Iron City,...

Hier findet der interessierte Besucher mein Online-Tagebuch über meine Zeit in der Stadt, wo sich der Allegheny und Monongahela River zum Ohio River verbinden...

...in Pittsburgh (Pennsylvania).

Sonntag, 11. Januar 2009

The Cathedral of Learning

Im Zuge meiner Wohnungssuche war ich heute im Stadt-Zentrum von Pittsburgh. Biege so um die Ecke und stehe plötzlich vor diesem Gebäude: The Cathedral of Learning

Nach anfänglicher Orientierungslosigkeit wies mich eine riesige Widmungs-Tafel sehr schnell darauf hin, dass ich das Zentrum der Universität von Pittsburgh vor mir habe. Da ich mich nicht mit einem Blick von außen zufrieden geben wollte, habe ich einen Eingang zu dem Gemäuer gesucht und auch gefunden. Nach dem Betreten fühlte ich mich etwas an Harry Potter erinnert…

Dunkle Gänge und Winkel, die alle zu einem zentralen Raum hinführen, der heimelig von hoch hängenden Lampen erhellt wird.



Dazwischen vereinzelt Tische und Stühle, an denen auch am heutigen Sonntag Studentinnen und Studenten mit Laptop und Büchern sitzen.



Insgesamt ein sehr beeindruckender Bau, der neben den normalen Lehr-Sälen auch spezielle, wunderschön gestaltete Räume für Kleingruppen bereithält, so z.B. über Armenien oder Indien. Das Bauwerk stammt aber nicht aus der Zeit dieses altertümlichen Baustils, sondern wurde Anfang des 20ten Jahrhunderts errichtet. Als während der Weltwirtschaftskrise die Gelder ausgingen, konnten die Arbeiten nur dank einer Initiative unter Schülern „buy a brick for Pittsburgh University“ fortgeführt und beendet werden.

In direkter Umgebung des Zentrums glaubt man kaum, dass es sich hierbei um einen Großstadtkern handelt.


Diese Häuser gehören zum historischen Pittsburgh, worauf neben der Architektur vor allem eines hinweist: Es gibt Gehsteige :).



Geht man 100 Meter weiter steht man aber wieder vor der Neuzeit. Gerade diese häufigen, schnellen und unvermittelt auftauchenden Wechsel machen Pittsburgh interessant und vor allem ganz anders als europäische Städte. Einen wirklichen Stadtkern um den sich alles drängt gibt es hier nicht, alles hat einfach viel mehr Platz bzw. hat ihn einfach bekommen und behalten.

Genug für heute, der zunehmende Schneefall bei eisigem Wind treibt mich zurück zum Auto, das ich untypisch-amerikanisch ohne laufenden Motor 2 Blocks weit weg geparkt habe.

2 Kommentare:

OnkelHolle hat gesagt…

Servus Auswanderer,
in der letzten Folge der gleichnamigen TV-Doku-Soap kamst immer noch net du dran ;)
Wie ich sehe bist schon fleißig auf Erkundungstour. Wunderbar. Wann willst du denn deinen Spritschlucker abstoßen? Und vor allem: was willste dir denn stattdessen zulegen? Schon konkrete Pläne? Könntest ja vorher mit dem PickUp bei East!coast Customs (;) vorbei schauen, die zaubern dir sicher nen Pool hinten drauf :D
Ich war ganz erschrocken, als ich das Bild dieser Bibliothek sah (von außen). Mein erster Eindruck ging irgendwie mehr so in Richtung Scientology Stützpunkt :D Wobei es da natürlich an Protzigkeit fehlt.
Achja, leg dir doch bitte so ein Anwesen wie auf dem Bild zu. Dann steig ich auch sofort in den Flieger. Ziemlich cool :) Dein Arbeitgeber müsste sowas doch noch locker im Etat haben, hrhr.
Vielleicht erwisch ich dich das nächste mal im ICQ!
Stay cool,
Holle

Veritas hat gesagt…

Hey Stefan,

Wow recht beeindruckend, ich glaube kaum das sich da deutsche Unis überhaupt in die Nähe wagen dürfen.
Auch wenn ich zugeben muss erst eine von innen gesehen zu haben, und das nicht besonders nüchtern :).
Aber was mich wirklich erschüttert ist das du mich noch nicht über zahllosen Brücken aufgeklärt hast.
Mein Dipl.Ing hat Heute recht erschrocken feststellen müssen dass ich noch nie von den fantastischen Brücken gehört habe. Das wäre wie, ich zitiere, "man nach Amsterdam geht ohne die Türen zu begutachten. "
Um nicht endgültig gar zu versagen, bitte ich um eine klug organisierte Recherche, inklusive einiger Bilder.
Mach mal n bisschen Druck zwecks WindowsAcc, dann kann man dir wenigstens wieder ordentlich Mails schreiben.
Bis die Tage.