So, nun hat's bei mir auch endlich geklappt, ich bin pünktlich am 05.01.2009 ins Ausland gestartet...bzw. ich WOLLTE!
An diesem Tag hatte Fr. Holle es in Deutschland so richtig krachen lassen, alles „tief“ verschneit für die hiesigen Verhältnisse.
Mein erster Flug sollte um 09:30 Uhr von Nürnberg nach Düsseldorf (dem Drehkreuz für die die Lufthansa USA Flüge) gehen. Da Düsseldorf aber aufgrund der Wetterverhältnisse den ganzen Morgen über gesperrt war, wurde dieser Flug noch moderat auf 11:30 Uhr verschoben. Warum ich das als moderat bezeichne? Ihr werdet sehen…
In Düsseldorf angekommen, keine Spur mehr von schlechtem Wetter, blauer Himmel und Sonnenschein begrüßte uns. Schnell durch die Abflughalle gehetzt und ja, da steht noch mein Flug nach Chicago, der infolge der Totalsperrung am Morgen auch verschoben wurde und sozusagen genau im Anschluss starten sollte. Check-in mit Passkontrolle fix erledigt, das richtige Gate erwischt, die Leute sind aufgereiht zum Einsteigen, keuchend stelle ich mich hinten an und wollte gerade einen Haken unter dem Punkt „Flug nach Chicago erreichen“ setzen, da kommt von den Gate-Betreuerinnen der Lufthansa die Durchsage: „Dear Ladies and Gentlemen, due to technical problems LH flight from Düsseldorf to Chicago will be delayed for half an hour.“ Okay, dann fliegen wir halt erst um 14:00 Uhr, auch okay. Um diese leidvolle und lange Story etwas abzukürzen, es kamen erst im Halb-, dann im Ganzstundentakt Ansagen, dass es nichts neues gebe, der Flug-Kapitän hat nach wie vor keine Lösung für das/die technische/n Problem/e gefunden, daher kann nicht gestartet werden. Dafür bin ich dem Flug-Kapitän auch dankbar, dass er uns unwissende Lämmer nicht mit einer defekten Maschine über den Atlantik führen will.
Um 17:00 Uhr hat Lufthansa dann endlich eingesehen, dass der eigentlich um 11:00 Uhr startende Flieger heute nicht mehr abheben wird und offiziell die Stornierung verkündet. Nachdem die 500 Passagiere ihr bereits eingeladenes Gepäck wieder hatten, mussten alle an den zentralen Lufthansa-Schalter am Düsseldorfer Flughafen, um nach Ersatz, Übernachtung, etc. zu fragen. Ich habe ein Bild von der Schlange gemacht, die sich um 17:30 Uhr dort gebildet hat. An diesem Punkt muss ich aufpassen, nicht wieder auszurasten, sondern durch das Niederschreiben mit diesem Kapitel abzuschließen. Es ging im Schnitt 3-6 m pro halber Stunde vorwärts, da anfangs nur drei Ansprechpartner (die Standardbesetzung für unproblematische Situationen und nicht für einen, sogar offiziell von der Lufthansa benannten Chaostag, mit zig Flugstornierungen, Umbuchungen und was sonst noch dazu gehört). Ich befand mich hier in recht bunter Gesellschaft, deren Stimmung durch die lange Wartezeit (die meisten waren vernünftigerweise sehr pünktlich zum Einchecken erschienen, also ca. um 9:00 Uhr, um dann um 11:00 Uhr zu fliegen) bereits sehr gereizt und frustriert war. Dies steigerte sich dann über Galgenhumor zu einigen aus meiner Sicht verständlichen Hassausbrüchen gegen die unfähige (um aus Jugendschutzgründen nicht tiefer in den sich hier auftuenden verbalen Abgrund blicken zu lassen) Lufthansa.
Um 21:00 Uhr wurden dann die gepeinigten Lufthansa-Kräfte auf acht Leute verstärkt, da anscheinend endlich erkannt worden war, dass die Menge nicht kleiner wird. Über den weiteren Verlauf gibt’s wenig zu sagen, außer dem Zeitpunkt, an dem ich endlich meine Umbuchung erhalten hatte: 23:55 Uhr.
Diese sah Übernachtung in einem Hotel und Weiterflug am nächsten Tag um 08:15 Uhr vor. Hieß für mich, kein Ausschlafen, sondern die paar Stunden Schlaf nehmen und hoffen.
Montag, 5. Januar 2009
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen