Du sitzt am Steuer, siehst gerade auf die Straße und in der Ferne irgendein Gebirge…und du fährst und fährst, doch selbst nach einer Stunde geradeaus fahren sind die Berge immer noch genausoweit weg, man scheint nicht vorwärts zu kommen.
Als kleiner "Beweis" folgende zwei Bilder, das linke um 15:00 Uhr, das rechte eine Stunde später bei einem Tempo von 90 mph (ja, ich gebs zu, ich war der Raser in der Einsamkeit).
Es ist für mich ein großes Rätsel, wie die vereinzelt hier lebenden Menschen ihren Unterhalt bestreiten. Ein Dorf besteht aus wenigen Häusern, die nächsten größeren Städte liegen mindestens 100 Meilen entfernt. Es gibt wegen der Lage am Highway zwar eine Tankstelle, aber wie verdient man dort Geld? Außer zigtausend Quadratmeilen unbebautes Land gibt es nichts. Überall stehen Verkaufsschilder für ganze Landmassen, doch was soll man damit anfangen? Die Vegetation besteht aus einigen Sträuchern, Kakteen und Sand. Viehzucht im großen Stil (woher das Futter und Wasser nehmen) auch schwer vorstellbar.
Solche Gedanken vertreiben einem wenigstens die Zeit, während wir zumindest dem Kilometerzähler nach unserem Zielort Kayenta näher kommen.
Das ca. 1,5 Stunden nördlich davon liegende Monument Valley ist kein Nationalpark, sondern unterliegt der Obhut der Navajos, einem im Südwesten der USA ansässigen Indianervolk.
So zumindest die offizielle Navajo Tribal Park Information.
Es gibt es leider keine andere Möglichkeit, als mit dem Auto durch das Tal zu fahren. Es wird ausschließlich von staubigen, naturbelassenen Schotterpisten durchzogen, die für Standard-Straßenautos eine gewisse Herausforderung darstellen. Diese Wege dürfen auch nicht verlassen werden, so dass man wirklich nur durchfährt und ab und an hält. Die halben Sandstürme trieben uns oft bald wieder zurück ins Auto, trotzdem schade, dass es keine Hiking Trails oder zumindest reine Fußgängerwege gibt.
Mein Fazit schicke ich mal gleich voraus: Monument Valley gehört zu den Orten, die ich gesehen, aber nicht unbedingt nochmal besuchen muss. Meiner Meinung nach ist es kein absolutes Muss, dass man mal dort gewesen ist.
Vielleicht lag es auch daran, dass wir direkt nach Grand Canyon dort waren, dessen überwältigende Eindrücke uns immer noch deutlich vor Augen waren.
Was zwar überhaupt nicht repräsentativ ist, aber für mich ein weiterer Beweis, dass man dieses Ziel auslassen kann, ist die Unbekanntheit von Monument Valley bei meinen amerikanischen Kollegen. Jeder konnte mir in der Gegend um Grand Canyon zig Hikes und Orte nennen, wo man hinsollte, auf Nachfrage nach Monument Valley bekam ich immer nur fragende Blicke, was das denn sein soll.
Nichtsdestotrotz noch einige Bilder und das finale Fazit, wenn man in der Gegend ist, kann/sollte man vorbeischauen, das einzige was man investieren muss ist Zeit und 5 Dollar pro Person Admission Fee, Benzin kostet ja bekanntlich nichts ;).
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