Heimat der Pinguine ist die Mellon Arena in der ca. 17.000 Zuschauer Platz haben.
Da die Penguins aber offenbar einer glorreichen Zukunft entgegenblicken, hat man sich dafür entschieden, direkt neben die ehrwürdige Mellon Arena ein neues Stadion zu bauen, das selbstverständlich größer, gewaltiger, prunkvoller und vor allem unnötig ist. Das zumindest ist die lokale Meinung, die den Neubau als zukünftige Abzocke bei den Eintrittsgeldern ansieht. Außerdem scheint es keine Antwort darauf zu geben, was mit der 20m entfernt liegenden Mellon Arena geschieht.
Meine unqualifizierte Vermutung: Umfunktionierung in einen Parkplatz, da beide Arenen mitten in Downtown liegen und es vor allem an Abstellflächen mangelt. Bei den Spielen wird zwar jede nur mögliche Fläche als Stellplatz vermietet (außer natürlich der Freiraum um die Hydranten), die Preisspannen dafür will ich aber gar nicht wissen. Der hauseigene Parkplatz an der Mellon Arena jedenfalls verlangt 35 Dollar pro Spielabend, daher würde ich nicht erwarten, dass die „privaten“ Vermieter darunter liegen.
Wir selbst haben an diesem Abend europäisch gehandelt: Wir haben unser Auto etwas entfernt umsonst geparkt, laut GPS 0,5 Meilen und sind gelaufen…wie uncool, ich weiß ;).
Trotz der Massen an Fans haben wir es pünktlich zum Spielbeginn geschafft auf unseren Plätzen zu sitzen. Der Anfang war geprägt durch die gigantische Leistung von Lasern, Scheinwerfern und Beamern, die einen Bilder- und Farbenteppich auf die Spielfläche zauberten.
Hier ein kurzer Kommentar an Ingrid und Sven: Ich fand den Anfang bei den Berliner Eisbären „mitreißender“, obwohl die O2 Arena bei weitem nicht an das technische Arsenal hier herankam...aber schließlich ging es um „Wir wollen die Eisbären sehen!“ :D.
Um euch einen kleinen Eindruck von den Pens zu geben, hier ein kurzes Video mit dem Auftritt der Spieler nach der "Lasershow":
(die Video-Qualität hat beim Upload durch die Dateikomprimierung etwas gelitten, ich bitte das zu entschuldigen)
Selbstverständlich wurde auch die Nationalhymne live vorgesungen, mit Extra Einblendung des Textes über die Bildschirme, damit die Publikumsbeteiligung nicht an mangelnden, patriotischem Wissen scheitert. Ähnlich wie beim Football war es auch hier wieder: Außer „…and the home of the brave…“ kennen die meisten Amerikaner wohl ihre Hymne nicht oder haben einfach keinen Bock mitzusingen.
Da ich mich nicht damit rühmen kann ein Eishockey-Profi zu sein, nur einige Sätze zum Spiel selbst. Es ist schneller als in Deutschland, verbunden mit einem aggressiv anmutenden, körperbetonten Spielstil. In Berlin wurde bereits bei kleinsten Schubsern oder Ellbogen-Einsatz von den Schiedsrichtern abgepfiffen, was einen länger dauernden Spielfluss von vorneherein verhinderte.
Ganz anders hier: Durch die fliegenden Spielerwechsel ist immer volles Tempo möglich und das Zerquetschen eines gegnerischen Spielers an der Bande gehört einfach dazu. Während des ganzen Spiels gab es nur drei Strafzeiten und ausnahmsweise keine Schlägereien (schade, aber zum Ausgleich wurden in den Pausen immer die besten Prügelszenen aus vergangenen Spielen auf den Bildschirmen gezeigt ;)). Anfangs taten sich die Pens etwas schwer und lagen bereits nach zwei Minuten im Rückstand. Irgendwie schafften sie aber den Turnaround und glänzten dadurch, dass die New York Islanders überhaupt nicht mehr zum Zug kamen.
Der Endstand war dann 6:1.
Damit welcome to the Playoffs!
1 Kommentar:
Aaaah... *neid neid neid*
Bei uns ist die Saison schon vorbei...
Aber immerhin tröstet es mich, dass der Insolvenzantrag der Ice Tigers zurückgezogen wurde.
Auf jeden Fall bin ich stolz auf Dich, dass Du dem Ruf der NHL gefolgt bist.
Ich persönlich bin ja immernoch der Meinung, dass man sowas unbedingt gesehen haben sollte. ;-)
LG,
Caro
Kommentar veröffentlichen