Once upon a time in Iron City,...

Hier findet der interessierte Besucher mein Online-Tagebuch über meine Zeit in der Stadt, wo sich der Allegheny und Monongahela River zum Ohio River verbinden...

...in Pittsburgh (Pennsylvania).

Donnerstag, 16. April 2009

Grand Canyon – Und wo geht's auf die andere Seite?

Bis man es nicht gesehen hat, glaubt man es nicht.

So ging es zumindest mir. Wie oft hatte ich schon Bilder und Filmmaterial ueber den Grand Canyon gesehen. Aber all diese Ausschnitte haben mich nie auf die Gewaltigkeit der Realitaet vorbereitet. Jedes jemals gesehene Abbild verblasst, wenn man an welchem Punkt auch immer (bei uns war es Mather Point/South Rim) das erste Mal vor dieser Schlucht steht. Der Blick wird regelrecht in die Ferne und anschliessend in die Tiefe gezogen. Diesem Sog kann man sich nicht entziehen, da er von einem Naturwunder der Superlative ausgeht.

Die Moeglichkeit, auch diesen Nationalpark mit dem Auto selbst erkunden zu duerfen, zog uns fort von ueberschwemmten Aussichtspunkten zu Ausblicken, die einen die Stille der Unendlichkeit atmen liessen.

Im ganzen betrachtet haben wir aber nicht mehr als kurz hineingeschnuppert. Ausgangspunkt war das South Rim, auf dessen Grat wir Richtung Osten vorstiessen, sowie der westliche Teil, den wir per Flugzeug von Lake Mead aus erkundeten.

Die Wetterbedingungen waren leider waehrend unserer Zeit dort nicht so optimal. Abgesehen von den im Gebirge nicht ueberraschenden, kaelteren Temperaturen schneite es des oefteren sehr massiv.
Was aber den „richtigen“ Bus-Tour-Touristen, die in Flipflops und Hotpants vor Ort waren, natuerlich so wenig ausmachte, das die Giftshops mehr Besuch hatten als der Canyon selbst.

Eine Sache steht auf jeden Fall fuer die Zukunft offen: Eine Wanderung von der Oberkante zum Colorado River auf den Grund des Grand Canyon.
Da wir fuer einen solchen Hike weder entsprechend vorbereitet noch ausgeruestet waren, konnten wir dieses Abenteuer nicht realisieren. Wir sind daher nur den Anfang des Grandview Trails gegangen, um wenigstens ein bisschen tieferin die Schlucht zu gelangen. Ich wuerde jedem Besucher diese Tour (oder eine kuerzere) empfehlen, da es keine bessere Moeglichkeit gibt, dem Canyon nahe zu kommen. Dabei unbedingt die einzige Uebernachtungsmoeglichkeit "Bright Angel Lodge" am Grund nutzen, da der Abstieg ca. 20 km lang ist. Der Rueckweg geht dann stetig aufwaerts (ca. 1800 Hoehenmeter), wenn man bereits muede und der Tag zumindest zur Haelfte vorbei ist.
Weitere, offizielle Hinweise gibt es nicht (angesichts der recht bruechigen Wege und potentiellen Steinschlaege sehr verwunderlich), aber ich denke, das ist der entscheidende Hinweis, an den man nicht unbedingt denkt.

Von Desert View aus hatten wir den letzen Blick ueber das gesamte Tal, womit wir uns Richtung Osten zum Monument Valley verabschiedeten.

1 Kommentar:

OnkelHolle hat gesagt…

Mensch, ich verfolge deine Tour-Berichte mit Begeisterung :) Die Bilder lassen erahnen, wie genial es sein muss. Du solltest dir noch einen Picasa Account zulegen und mehr Bilder hochladen *g*
Auf jeden Fall wirst du mir noch viel erzählen müssen wenn du zu Besuch bist. Ich wünsch dir weiterhin viel Spaß. Bis demnächst!
Gruß, Holle