Once upon a time in Iron City,...

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...in Pittsburgh (Pennsylvania).

Mittwoch, 22. April 2009

Yosemite Nationalpark – In einem Land vor unserer Zeit

Es hat lange gedauert und uns viele Nerven gekostet, dieses „Land“ zu erreichen. Wir kamen wie beschrieben aus Richtung Death Valley, näherten uns Yosemite also von der Ostseite her. In der ganzen Gegend gibt es auf hunderten von Meilen nur eine Ost-West-Verbindung (sozusagen eine einzige A3 ;)) und die führt mitten durch den Yosemite Nationalpark: Die Tioga Road. Der Name dieser Straße wird für mich immer mit diesem Bild verbunden sein, das zigmal plötzlich vor uns auftauchte:
Es waren angenehme, milde 25 Grad Celsius mit Sonnenschein, doch diese Straße ist nach wie vor wegen Schnee gesperrt. Okay, die Berge des Parks erreichen locker über 2000m Höhe, aber nachdem uns gewöhnliche Parkwächter-Fahrzeuge sowie Motorräder (die passen nämlich problemlos an der Absperrung vorbei) immer wieder aus dieser Richtung entgegengekommen sind, fragte ich mich schon, was es mit dieser Warnung vor meterhohen Schneedecken und dadurch unpassierbaren Straßen auf sich hat.
Aber gut, die einzige Alternative bestand darin, den Park komplett zu umfahren, was uns den ganzen Tag gekostet hat, statt wie geplant nur den Vormittag.

Mehr gibt es über den ersten Tag damit wirklich nicht zu erzählen, das ganztägige Fahren alleine forderte seinen Tribut, obwohl wir abends trotzdem noch den (zugegeben doch sehr umständlichen) Umweg durch den Park genommen haben.

Begrüßt wurden wir nach ewiger Kurvenfahrt durch den davor liegenden Wald von diesem Ausblick auf das Yosemite Valley.
Bei dem Wasserfall in der Ferne müsste es sich um die Bridalview Falls handeln, von denen wir später weitaus „intimere“ Eindrücke gewinnen konnten.

Für den nächsten Tag hatten wir uns vorgenommen, durch den Südteil des Parks zu streifen. Dort wachsen die berühmten Sequoias, die teilweise seit Jahrtausenden diesen Teil des Parks überragen. Mitten zwischen dem „Niedriggewächs“ tauchen völlig willkürlich die rot schimmernden Riesen auf.

Im Schatten dieser Bäume wird man zwangsläufig von Ehrfurcht ergriffen. Die Erfahrung eines Menschenalters wirkt geradezu lächerlich im Vergleich zu der Zeitspanne und den Veränderungen, die diese Bäume gesehen haben.

Um möglichst viele dieser Redwoods zu erhalten, simuliert die Parkverwaltung die Natur nach („hilft der Natur“ ist der offizielle Wortlaut, was für ein Witz ;)), indem abgesteckte Flächen total niedergebrannt werden, um die schneller wachsende Konkurrenz auszuschalten.

So sollen sonnige Flächen sowie ausreichend Nährstoffe für zukünftige Sequoias geschaffen werden, deren einzige Schwäche die nicht sehr tief reichenden Wurzeln sind. Stürme und heftige Winde sind nach offizieller Behauptung die einzige Bedrohung, wohingegen Feuer, Schädlinge, Krankheiten, etc. den Bäumen nichts anhaben können.

Neben den Redwoods haben wir natürlich Yosemite Valley selbst einen Besuch abgestattet, dem Tal der Wasserfälle.

Um mich hier kurz zu fassen: Das absolut beeindruckendesde ist die Nähe, die den Besuchern zu den Wasserfällen ermöglicht werden.



Neben den Bildern noch ein kleiner Videoausschnitt, bei dessen Anschauen ihr euch bitte noch den starken Luftzug sowie den eiskalten Nieselregen des vor einer Sekunde noch 100m höher gewesenen Gebirgswassers vorstellen müsst.



Näher ran konnte ich nicht, da ich zum einen schon in dieser Entfernung Probleme hatte, die Kamera ruhig zu halten und zum anderen, weil es die Geräteelektronik wohl kaum überlebt hätte.

Die Frage, die sich zum Beginn dieses Posts vielleicht angedeutet hat, ob sich die Fahrerei denn gelohnt hat, lässt sich zweifelsfrei mit „JA“ beantworten. Der Park ist ein Traum zum Hiken, er bietet unzählige Möglichkeiten sich an der bloßen Umgebung zu erfreuen und erweckt die wilde Romantik fernab von Betonbauten, Lärm und Schmutz zu leben….dort, in einem Land vor unserer Zeit.

2 Kommentare:

schlafmütze hat gesagt…

Hallo mein schatz!

Durch deine lebhafte Art und Weise, unsere gemeinsamen Urlaubserlebnisse zu schildern fühl ich mich wieder in diese tolle zeit mit dir zurückversetzt!freu mich schon sooo drauf,wenn du endlich wieder dabist!

hdgdl

Marion

P.S:Go Pens;)

Anonym hat gesagt…

Mahlzeit Herr "Ich bin dann mal im Weg"!

War ja klar das du dich wieder nicht getrau hast in dem Rinnsal zu duschen...;-)

Muss auch wieder weiter. Den Meta Sequoia im Garten düngen, damit er bei deiner Rückkehr auch so groß ist.:-)

Stay heavy!

Schön Grüße von einen Ex - na du weißt schon...